
Karola Meling, geboren in Grevesmühlen, Studium der Kunst, Germanistik im Lehramt, Dozentin für Kreatives Schreiben in der Freien Akademie Braunschweig, Redaktionsmitarbeiterin der Zeitschrift „Raabenhorst“ 2025
Beiträge in Anthologien wie z.B. „Zeit nur für mich“, Herder Verlag, 2002, „Jetzt“, Axel Dielmann-Verlag, 2010, Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e. V., Poesiealbum neu „Gedichte zu Pflanzen“, Steinbrech, 2017 , Weissnet 2023 und 2024, „EXperimenta“, 2019, kkl-Magazin, 2023-2025
Tag 1:
Was Julian am Frühstückstisch sagt, wenn er vom Küchenfenster auf die beiden Kastanien neben dem zwanzigstöckigen Neubau schaut:
„Wenn Bäume Glatzen bekommen, setzen sie sich Schneemützen auf.“
„Nein, es ist anders kalt“, sage ich zu ihm.
Nachts sinken die Temperaturen auf minus 17 Grad Celsius. Die Bäume kämpfen gegen Erfrierungen und stoßen ab, was das Überwintern verhindert. Julian versteht nicht. Er will in den Kindergarten, um Wärme zu tanken. Er weiß nicht, dass es überall an Wärme fehlt. Heute Nacht um 2 Uhr 42 ist das Stromnetz ausgefallen. Seitdem sind alle Hochhäuser bis zum späten Morgen in Schwärze gehüllt. Inzwischen trägt Julian eine Wollmütze und eine Steppjacke über zwei Strickpullover. Er isst Frühstücksbrot mit Erdnussbutter. Wir sehen, wie unsere Atemwölkchen aus den Mündern entweichen.
„Heute werden wir zusammen Lego spielen“, sage ich zu ihm.
Mit Handschuhen. Abends darf er eine Mineralwasserflasche bei Kerzenlicht trinken. Ich stelle unsere Vorräte auf dem Küchentisch. Bei vorsichtiger Rationierung halten wir eine Woche durch. Dank der Wasserflaschen und Suppendosen. Es wird Zeit, die Wärmehöhle im Wohnzimmer zu bauen. Ich stelle Julians Zelt in der Mitte auf. Julian hilft mit. Er freut sich, wenn wir die Bettdecken und Kissen durcheinanderwerfen. Über die Schichten von Bettdecken kommen die Schlafsäcke aus recyceltem Material. Eine Gute-Nacht-Geschichte beendet den ersten Kältetag in der Wohnung. Ich warte, bis Julian eingeschlafen ist. Dann muss ich nachdenken. Über die Abfälle und über das Essen. Morgen werde ich das Mittagessen mit Kerzen aufwärmen. Julian braucht eine warme Mahlzeit am Tag. Zum Glück habe ich mit Bassermann-Dosen und Stumpfkerzen vorgesorgt.
Tag 2:
Bis mittags bleiben wir in der Wärmehöhle. Dann gibt es Brot mit Erdnussbutter.
„Mama. möchtest du einen Happs?“, fragt er und hält mir seine angebissene Brotschnitte hin.
„Nein. Nein! Und die Bäume? Sie sind Überlebenskünstler“, sage ich zu ihm.
Wir zeichnen die Sonne und einen blühenden Garten. Das Dosenfutter wird unter Kerzenflammen erhitzt. Diesmal esse ich einen Teller mit. Ich bin mir sicher, dass der Strom nicht länger als eine Woche ausfallen wird. Auf der Toilette riecht es nach Urin. Julian muss groß. Er muss sich hinhocken und sich in der Mülltüte erleichtern. Uriniert wird im Eimer. Draußen höre ich Radau. Als ich aus dem Küchenfenster sehe, erkenne ich junge Männer, die mit Baseballschlägern auf die Müllcontainer einschlagen. Ich bedauere keinen Baseballschläger zu haben. Mit Julian spiele ich Verstecken. Er hustet. Dann schluckt er einen Teelöffel Hustensaft. Als Julian später am Küchentisch mit seiner behandschuhten Rechten Palmen zeichnet, schruppe ich mit Toilettenpapier die benutzten Teller, Löffel und den Topf sauber. Ich habe fünf Rollen Toilettenpapier und zwei Packungen Servietten gehortet. Nachts, sobald Julian mit seinem Teddy Felix eingeschlafen ist, kippe ich den Urineimer über die Brüstung des Balkons und werfe den Fäkalien-Müllbeutel auf das unterstehende Dach der Hausmeisterwohnung.
Tag 3:
Am frühen Morgen atmet Julian schwer. Der Schal liegt auf seinem Mund. Ich wecke ihn und lasse ihn durchatmen. Julian hat einen Traum gehabt. Seinem Mund seien riesige Atemwolken entwichen, als ihn Schneemänner umzingelt und mit Stöckern bedroht haben. Er weint. Ich verspreche ihm die doppelte Dosis Erdnussbutter. Julian liebt Erdnussbutter. Das Glas ist fast leer. Später zeichnet er Bäume. Ich wärme mit Kerzenlichtern die nächste Mahlzeit auf. Als ich mich zu Julian umdrehe, sehe ich, wie er mit seinen blauen Fingern auf das Eisblumenglas des Küchenfensters klopft. Zuerst reibe ich seine Finger, dann seine Hände. Ich ziehe ihm die Handschuhe an.
„Die bleiben dran“, sage ich zu ihm und er fragt:
„Warum weinst du, Mama?“
Als es nachmittags an unserer Wohnungstür klingelt, lege ich für Julian den Zeigefinger auf die Lippen. Wir haben diese Art Stille vereinbart. Weil das Klingeln anhält, schleiche ich zur Tür und starre durch den Spion. Drei junge Männer mit Baseballschlägern. Ihre Gesichter sind vermummt.
„Lass uns gehen!“, sagt einer von ihnen.
Niemand widerspricht – und sie gehen.
Spät nachts höre ich Sirenen.
Ansonsten ist es still im Haus. Draußen auch.
Tag 4:
Am nächsten Morgen fällt Schnee. Kein Durchkommen auf den Straßen. Ich frage mich, wann Hilfe kommt. Ungewiss ist, ob die gesamte Metropole vom Stromnetzausfall betroffen ist. Ich wünsche mir ein batteriebetriebenes Radio. Trotz des Wunsches, Näheres über das ausgefallene Stromnetz zu erfahren, klopfe ich an keine Nachbartür. Julian isst die letzte Erdnussbutter auf. Als er aus dem Fenster blickt, sagt er:
„Die Bäume tragen jetzt Schneekleider.“
Julian weint. Er will mit seinem Freund Tobias spielen.
„Du spielst langweilig“, sagt er zu mir.
Ich lese ihm seine Lieblingsgeschichte vom Pfannkuchen vor. Er lacht wieder. Ich kitzele ihn ab. Ich höre ihn zu gern lachen. Doch er hustet beim Lachen. Es folgt die Dosis Hustensaft. Ich zwinge ihn, die Mineralwasserflasche auszutrinken. In der Nacht friert Julian trotz der Kleidung und der Decken. Ich ziehe meine Steppjacke aus und wickele ihn mit ihr ein.
„Mein Wickelkind“, sage ich, wiege ihn und warte auf sein Einschlafen. Nun friere ich. Die beiden Jacken, die ich um mich geschlungen habe, halten nicht der Kälte stand, die in meinen Gliedern wie Eisblitze einschlägt.
Tag 5:
Morgens sehen wir zuerst Krähenwolken, wenig später Möwenwolken, die vor unserem Küchenfenster auf eines der Neubaudächer niedergehen. Sie suchen die Nähe der Schornsteine. Doch aus ihnen kommt kein Rauch. Stattdessen Rauch hinter den fernbekannten Fenstern. Sie wabern im Widerschein der Kerzenlichter. Dahinter tauchen Schattengestalten auf. Sie überleben wie wir. Julian hat erhöhte Temperatur. Ich muss ihn ausziehen. Er wimmert. Nicht, Mama, bitte nicht! Doch ich muss das Fieberzäpfchen einführen. Dann packe ich ihn ein und trage ihn um das Wärmezelt herum. Ich singe mit zitternder Stimme ein Wärmelied. Wenn ich zu singen aufhöre, flüstert Julian:
„Noch mal“.
Im Stillen frage ich mich, wann der verdammte Storm angeht. Heute will Julian partout nichts essen. Ich erwärme das Wasser aus der Flasche im Topf, füge Zucker hinzu und flöße es Julian löffelweise ein. Als er endlich eingeschlafen ist, weine ich mich aus.
Tag 6:
Wir hören zwischen den Geräuschen aus Krähenmöwen Schreie auf der Straße. Männer und Frauen sind mit Baseballschlägern und Schreckschusspistolen unterwegs. Für Beutezüge. Gestern habe ich das Pfefferspray nach langer Suche in der unteren Schublade der Flurkommode gefunden. Gestern ist es auch gewesen, als eine Nachbarin an meiner Wohnungstür mit Fäusten getrommelt hat.
„Haben Sie noch Lebensmittel? Meine Kinder hungern!“
Ich habe mich nicht gerührt.
Eine Stunde später stand ihr Mann vor meiner Tür und rüttelte am Türgriff:
„Mach auf, du Schlampe!“
Mit Pfefferspray und Fahrradluftpumpe habe ich im Flur gestanden. Im Falle seines Einbruchs hätte ich ihn mit einem Schlag auf den Kopf ausgeknockt. Ein Geräusch vor dem Fenster. Auf dem Nachbardach picken hungrige Vögel in der Luft.
„Warum fliegen sie nicht fort?“, fragt Julian. Seine fiebrigen Augen blicken mich an.
„Weil sie niemanden zurücklassen wollen“, sage ich. „…Jeder Vogel zählt nur im Schwarm.“
Tag 7:
Nach einer Woche Überleben müsste es unser Rettungstag sein. Kein Wasser und keine vollen Dosen mehr.
Ohne Schwarm existiert kein Ich, kein Du, kein Herbst, keine Krähe, keine Möwe. Das Wir überwindet ein Ich/ein Du.
Helft uns! Beendet die allabendliche Prozession der Schattengestalten, bete ich. Julian und ich halten zusammen, für den nächsten Tag, gegen den nächsten Tag, für eine zusammengezählte Gegenwart, die nur eins tut: ablaufen.
Eine neue Not: Obwohl ich nachts Urin und Fäkalien entsorge, stinkt es in den Zimmern. Ich versprühe den kastanienduftenden Lufterfrischer. Dann taue ich den Balkonschnee in Töpfen auf. Wir werden nicht verdursten. Aber unsere Mägen sind leer. Auch der Tag ist leer. Und voll zugleich. Voll vom Schnee, der auf leere Bäume niedergeht, sodass keine schwarzen Gerüste mehr im Wege stehen. Wir stellen uns vor, wie wir auf die Straße hinausgehen, wie wir den nachtschwarzen Schlund unserer Zelthöhle hinter uns lassen. Julian lässt mit flinken Strichen auf dem Papier die schwarzen Gerüste wieder grüne Bäume sein, während ich das Pfefferspray von nun an in meiner Hand oder in der Jackentasche verwahre.
Die Menschen mit den Baseballschlägern scheinen uns vergessen zu haben. Sie ziehen an uns vorbei. Meine Augen spiegeln nichts, als mich Julian fragt:
„Wann können wir nach draußen gehen?“
Seine eingefallenen Augen betteln. Ich schüttele den Kopf. Die Handschuhhände meines Kindes bringen sich zum Gebet zusammen. Julian ist es auch, der nun öfter den Löffel in die Hand nimmt. Er spielt Frühstück. Auf seinem leeren Teller sieht er erdnussbelegtes Brot.
„Möchtest du auch einen Bissen?“, fragt er mich.
Ich übersehe den leeren Löffel und schüttele den Kopf.
Zu oft schüttelte ich den Kopf. Ich lese ihm auch nicht mehr die Geschichte vom Pfannkuchen vor. Unsere Mägen sind zu leer für diese Geschichte. Doch immerhin können wir zwei Wochen ohne Essen überleben, denke ich. Aber so weit wird es nicht kommen. Spätestens morgen werden wir wieder Strom in der Wohnung haben. Nebenan höre ich das Schreien einer Frau. Es hätte eine Fernsehstimme sein können. Aber nirgendwo läuft ein Fernseher.
8. Tag:
Julian zeichnet mit Kohle schwarze Wolken, die vom Himmel fallen. Ich sage ihm nicht, was mir fehlt. Denn es klingt banal: Lebensmittel, Strom und Wasser. Die Nacht davor hat irgendwer an unserer Wohnungstür gerüttelt. Er oder sie hat uns aus dem Schlaf gerissen. Die Wucht einer nachfolgenden Detonation hat uns danach lange Zeit wachgehalten.
„Müssen wir jetzt sterben?“, fragt mich Julian.
Als ihm die Augen zufallen, begebe ich mich auf Patrouille. Von Fenster zu Fenster. Draußen rotten sich Schattenmenschen zusammen und machen die Straßen unsicher. In endlosen Prozessionen lassen sie die Welt mit einem innewohnenden Regelwerk zurück. Schulter an Schulter marschieren sie. Mit Kriegsspielzeugen. Sie sind die Schattengestalten, die uns aus unserem Versteck schütteln, sollte ich nur für eine Minute die Augen schließen. Ihr Chor aus Schreien durchschneidet die Luft. Mit der Kraft von tausend Müttern habe ich den sperrigen Schrank vor die Wohnungstür geschoben. Auch die Vorhänge habe ich zugezogen. Denn Kerzenlicht ist verräterisch. In der strategisch klug platzierten Zelthöhle bewache ich Julians Schlaf. Stets bewaffnet mit Pfefferspray. Ich zittere, während die Kälte wie Eiswasser über meine Haut fließt. Julian hustet seit zwei Stunden wieder zu viel. Aber er hat kein Fieber mehr.
Tag 9:
Draußen ist es auch am Tag dunkel. Unser Atem setzt Wolken in der Luft ab, während Eisblumenaus unseren Mündern wachsen. Ein Traum zwischendurch, während ich meine Haare entknote.
„Mama, ich hab‘ Hunger“, höre ich Julian.
Im Spiegel sehe ich die Augen der Schneekönigin. Über Nacht sind die Temperaturen auf 20 Grad minus gefallen. Jetzt soll es der Morgen sein. Florian schlüpft in meinen Schlafsack. Er ist so blau und ich so rot.
„Mama, was hast du?“, flüstert er.
Kein Platz für Wärme trotz der Hitze in meinem Gesicht. Ich versorge mich mit Fieberzäpfchen.
Durch die Poren des Betons pfeift unersättlicher Nachtwind. Die Kälte findet uns. Sie pustet die letzten Teelichter aus. Ich hülle Julian mit meinem Körper ein und vereise bis zum Mittag. Ein jedes Mal im beinah körperlosen Moment weckt mich mein Kind mit seinem Atem.
„Kurz vorm Erfrieren wird dir heiß“, sage ich zu ihm.
Aber, ich bin kalt – wie eine Leiche. Kein Fieber mehr.
Im letzten Traum: Auf dem Schwarzmarkt ergattere ich drei Stumpfkerzen von einem Mann, der das Märchen von dem Mädchen mit den Schwefelhölzern kennt. Mit der Streichholzflamme sieht er sich die schwarzen Ringe unter den eingefallenen Augen meines Kindes an. Es ist Julian und doch nicht Julian. Er sieht sich an diesem Tag überhaupt nicht ähnlich. Neuschnee zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Kälte geht widerstandslos durch die drei Wollpullover meines Kindes hindurch. Sein Körper ist wie aus Glas. Seine Bewegungen sind wie ausgedacht. Eine falsche Bewegung und es zersplittert. Es ist mein Kind. Es ist Julian. Ich bete, denn du bist mein Julian.
Dieser Blackout ernährt sich von Kindern, stelle ich fest. Ich bin leer und voll davon. Helft uns endlich! Julian träumt, dass er weiße Kastanienblätter sammle, die er in der Küche schwarz anmalt. Der Himmel krächzt Krähen. Ich weine ein wenig mit den Augen und der Nase. Mein Sohn sagt:
„Mama, das ist nicht schlimm! Morgen kommt der Strom und dann ist alles wieder warm.“
Ich taue den Balkonschnee auf. Später essen wir aufgeweichte Nudeln. Julian drückt auf die Schalter des Fernsehers und der Lampen.
„Ich will Sesamstraße sehen“, sagt er. Erst leise, dann laut. Als er zu laut wird, halte ich ihm den Mund zu.
Auch im Treppenhaus schreien Menschen. Sie dürfen uns nicht hören.
„Alles wird gut“, sage ich.
Abends schlägt Julian mit seinen behandschuhten Fäusten auf Teddy Felix ein.
Tag 10:
Das schlafende Dunkel: Wir schaffen uns ein finsteres Nest zum Auswintern, verkriechen uns an einem Ort, der erst nach Ausrufung seines Namens vorhanden ist. Es ist bald ein vollständiger Winter in der Wohnung. Im Finsteren drehen wir uns um und wieder um – als gäbe es hinter uns etwas mehr Wärme. Wir lesen mit Frostfingern Kältespuren. Julian ist gar nicht mehr da, als Winterwinde unsere Wohnung stürmen. Die Kälte zieht nun in unsere Knochen und lebenswichtigen Organe ein.
Und da, plötzlich, geht das Lampenlicht für das unmöglich geglaubte Überleben an. Geschafft! Du liegst in meinen Armen und weichst nicht. Im Hellen steigen wir unter der Sonne auf, kommen dem wirklichen Himmel nah, und sehen, was Engel in ihren Goldcapes für uns bereithalten. Unsere Augen bleiben zu, denn wir beide wissen, wie sehr wir diesen Himmel brauchen. Durch uns schießen Vögel im hohen Flug. Sommervögel. Wir schenken uns der Sonne, die das Geschenk annimmt und uns löscht.
Anregungsfragen:
- Wie abhängig ist unsere Gesellschaft von funktionierender Infrastruktur – und wie gut sind wir auf deren Ausfall vorbereitet?
- Was geschieht mit Solidarität, wenn staatliche Ordnung temporär zusammenbricht?
- Welche Verantwortung trägt Politik für Katastrophenvorsorge – gerade für Kinder und Familien?
- Wie schnell kippt Zivilisation in Angst, Gewalt und Vereinzelung?
- Ist der Text eine Warnung vor realistischen Szenarien (Energiekrise, Cyberangriff, Krieg) – oder bewusst überzeichnete Dystopie?
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