D Schmidt – Eine Runde Polittalk

D Schmidt, 1972, hat Kulturwissenschaft studiert, lebt in Berlin, hat bereits mehrere Märchen, Gedichte, Grafiken, Kinder- und Kurzgeschichten in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht, bei Schreibwettbewerben gewonnen und einen Sonderpreis erhalten.


„Meine Damen und Herren, die Flüchtlingsfrage ist nicht neu, bewegt die Bürger aber nach wie vor. Dass sie ein Dauerbrenner ist, zeigt sich auch gerade nach den jüngsten Ereignissen, durch die das Thema Einwanderung erneut in den Fokus geraten ist. Mit meinen Gästen möchte ich daher heute über Zuwanderung und Asylrechte in unserem Land sprechen. Ich begrüße in unserer Talkrunde ganz herzlich den Ministerpräsidenten von Bressalen Herrn Eitel und den Integrationsbeauftragten des Landes Barburg Herrn Ökenyl.“
„Guten Abend.“
„Guten Abend.“
„Herr Eitel, was denken Sie, wie wir in Zukunft mit Einwanderung umgehen sollten?“
Herr Eitel holt tief Luft: „Frau Berger, erst einmal muss man grundsätzlich zwischen Kriegsflüchtlingen, Wirtschaftsmigranten und illegalen Zuwanderern unterscheiden …“
Zwischenruf von Herrn Ökenyl: „Also Herr Eitel, das ist ja wieder typisch! Sie teilen Menschen ernsthaft hinsichtlich dem Anrecht auf Einwanderung ein? Es geht doch aber um die moralische Frage, ob man Menschen den Zutritt zu unserem Land überhaupt verwehren darf, egal welche Motive sie antreiben, zu uns zu kommen!“
Herr Eitels Augen funkeln. „Herr Ökenyl, nun seien Sie doch nicht so kurzsichtig. Es macht ja wohl einen Unterschied, ob Menschen Zuflucht suchen, weil sie verfolgt werden, vor Krieg flüchten oder an unserem Wohlstand teilhaben wollen.“
Herr Ökenyl: „Eben nicht! Dass Menschen zu uns kommen, um besser zu leben als in ihrem Heimatland, ist doch nichts Verwerfliches. Migration hat es schon immer gegeben. Und nicht nur freiwillige. Denken Sie an die Gastarbeiter der sechziger Jahre. Ich selbst bin Deutscher in dritter Generation. Außerdem, wer möchte in prekären Verhältnissen leben, wenn er anderswo besser leben kann? Unsere Leute gehen schließlich auch in die Schweiz oder sonst wohin, weil sie da mehr verdienen, und nicht, weil es ihnen hier schlecht geht.“
Herr Eitel räuspert sich. „Herr Ökenyl, das mag ja alles sein, aber es lässt sich doch nicht bestreiten, dass es einfach nicht finanzierbar ist, wenn kommen kann, wer will. Politische Flüchtlinge ja, aber wir können nun mal nicht jeden durchbringen. Bedenken Sie, wie angespannt der Arbeitsmarkt ohnehin schon ist. Und gerade jetzt in diesen Krisenzeiten, wo man den wirtschaftlichen Schaden von Umbrüchen in Europa und für uns langfristig noch gar nicht abschätzen kann. Da kann man doch aus Samaritergründen nicht unendlich viele Ausländer aufnehmen. Das gefährdet letztlich unseren Staat. Das gefährdet die Volkswirtschaft. Und nicht zu vergessen, unsere nationalen Interessen. Oder wollen Sie ernsthaft, dass unser Land vor lauter Multikulturalität seine Identität verliert und von fremden Kulturen vereinnahmt wird? Unser Land muss unser Land bleiben!“ Herr Eitel greift zu einem bereit stehenden Glas Wasser und trinkt einen Schluck.
Herr Ökenyl wippt unruhig mit seinem rechten Bein. „Also Herr Eitel, ich muss doch wohl bitten! Wollen Sie diese Diskussion jetzt ernsthaft mit rassistischen Parolen führen und die ohnehin schon aufgebrachte Stimmung im Land weiter anheizen? Sehen Sie nicht, wie die nationalistischen Kräfte zunehmen. Inzwischen nutzen die Rechten jede Plattform. Wenn wir da nicht gegensteuern … Oder wollen Sie etwa ein zweites 33? Die Nationalität darf wahrlich keine Rolle dabei spielen, wer bei uns leben darf. Es geht schlichtweg um die Haltung. Um Menschenrechte. Menschenwürde. Um Nächstenliebe. Überhaupt. Die immigrierten Menschen leisten einen enormen Beitrag zum Gemeinwohl unseres Landes. Stichwort Fachkräftemangel. Bei der ganzen Diskussion um Flüchtlinge geht‘s überhaupt nicht ums Nicht-Können, sondern bloß ums Nicht-Wollen. Aber …“
Herr Eitel geht dazwischen: „Also Herr Ökenyl, kommen Sie mir doch jetzt nicht so. Man kann noch so viel wollen, aber wir müssen schließlich die …“
„So lassen Sie mich doch ausreden!“, beschwert sich Herr Ökenyl.
Frau Berger versucht zu beschwichtigen: „Herr Eitel, Herr Ökenyl …“
Herr Ökenyl fährt fort: „… die ganze Aufregung um Einwanderung ist doch im Grunde nur eine geschürte Angst in Sachen sozialer Unsicherheit. Bei aller politischen Willensbekundung: Die Einheimischen fürchten einzig und allein um ihren eigenen Wohlstand und nichts anderes.“
Herr Eitel herablassend: „Zu Recht, Herr Ökenyl. Zu Recht!“
Herr Ökenyl legt den Kopf schief. „Das ist doch Quatsch. Überlegen Sie, wie gut es den Menschen bei uns geht. Da machen ein paar Flüchtlinge die Leute nicht arm. Die Menschen in Syrien, Afghanistan, die in den Flücht-
lingslagern dagegen. Welch Elend. Und die in der Ukraine, im Gaza, im Iran. Keiner will so leben. Wir haben eine humanistische Verpflichtung. Man muss doch helfen, sonst … Eine Schande ist das! Eine Schande!“ Herr Ökenyl ringt nach Luft. „Wir brauchen endlich ein vernünftiges Asylgesetz!“
Herr Eitel aufgebracht: „Ja, das ist in der Tat eine besondere Situation im Moment. Sie vermischen hier aber …“
Herr Ökenyl fällt ihm ins Wort: „Bei uns braucht kein Bürger um seinen Wohlstand zu fürchten. Am Ende zahlen eh wieder die, die ohnehin nicht viel haben …“
„Bei aller Liebe, Herr Ökenyl“, poltert Herr Eitel. „Vielleicht lassen Sie mich jetzt auch endlich einmal zu Wort kommen.“
Herr Ökenyl erhebt erneut die Stimme. Er schreit fast: „Am Ende zahlen immer die sozial Schwachen und die großen Player profitieren weiter. Aber gerade die könnten einen wesentlichen Beitrag leisten. Wo ist da die Bereitschaft zur Solidarität? Kein Wunder, dass die Leute im Land verbittert sind.“ Herr Ökenyl holt tief Luft und wischt sich mit dem Handrücken über die Stirn.
Herr Eitel empört: „Was wollen Sie damit sagen?“
Herr Ökenyl mit leicht angehobener Stimme: „Die Wirtschaft fühlt sich nicht verantwortlich, schreit nur nach Zuwachs und schiebt alles der Politik zu, die ihnen die Basis sichern soll.“
Herr Eitel beleidigt: „Also … verstehe ich Sie richtig: Sie behaupten ernsthaft, das Wirtschaftswachstum soll zugunsten eines unregulierten Flüchtlingszustroms aufs Spiel gesetzt werden? Pfff …“
„So kann das jedenfalls nicht weitergehen“, haspelt Herr Ökenyl. „Steuervergünstigungen, Ausnahmegenehmigungen, Sonderzahlungen … Der Profit einiger Konzerne geht durch die Decke. Und der kleine Mann? Nicht zuletzt eben auch die Zuwanderer. Die bleiben auf der Strecke. Es liegt nun mal am System.“
Frau Berger rutscht zunehmend auf ihrem Stuhl hin und her, hält ihre Moderationskärtchen zwischen den Fingern gepresst und erhebt jetzt damit beschwichtigend die Arme: „Meine Herren …“
Herr Eitel winkt energisch ab. „Herr Ökenyl. Können wir bitte beim Thema bleiben! Sie bringen da was durcheinander. Es geht um die Stabilität unserer Marktwirtschaft, ja um die ganz Europas. Die Flüchtlingsströme haben Europa aus dem Gleichgewicht gebracht, das können Sie nicht bestreiten! Und dann noch die Kriege, die unsichere Lage. Da ist ja wohl die Frage erlaubt, wo uns das alles hinführt. Wie lange wir das ökonomisch aushalten. Uns sind buchstäblich Grenzen gesetzt.“
„Herr Eitel, es kann doch nicht sein …“, Herr Ökenyl will protestieren.
Herr Eitel fährt unbeirrt fort: „Irgendwann sind unsere Kapazitäten erschöpft, wenn wir nicht gegenlenken. Das mag in manchen Ländern anders aussehen, deshalb muss man europaweit auch national agieren. Ich denke, jedenfalls, jeder Staat sollte die Problematik so lösen, wie es für ihn richtig ist. Warum müssen wir uns alles von Brüssel vorschreiben lassen?“
Herr Ökenyl hämisch grinsend: „Also auch noch ein EU-Gegner was, Herr Eitel!? Wo wir gerade jetzt zusammenstehen müssen. Ihnen wäre eine Abschottung wohl am liebsten? Am Besten gleich wieder großdeutsche Verhältnisse!? Und den Klimawandel, den bestreiten Sie bestimmt auch! Da kommen Ihnen die weltpolitischen Zerwürfnisse gerade recht, um die anstehenden ökologischen Themen unter den Teppich zu kehren, nicht wahr?“
Herr Eitel sichtlich aufgebracht: „Also bitte! Was soll das hier werden? Unterlassen Sie Ihre Andeutungen! Wir stehen in der Tat vor großen Herausforderungen.“
Frau Berger nervös: „Gut! Dann lassen Sie uns bitte wieder auf die Frage zurückkommen, wie Integration in unserem Land gelingen kann.“
Herr Eitel schnauft: „Ich bleibe dabei: Wir brauchen streng gesetzlich geregelte Aufnahmeverfahren. Punkt!“
Herr Ökenyl provozierend: „Sie meinen wohl Ausleseverfahren … Wer es wert ist, bei uns aufgenommen zu werden und so … Das würde Ihnen so passen. Am besten: Sie sortieren noch nach Religion und Gesinnung. Und weisen dabei auch gleich alle Querdenker mit aus.“
Herr Eitel: „Was soll das denn jetzt? Worauf wollen Sie anspielen? Corona? Das ist doch längst aufgearbeitet. Es wird hier ja immer konstruierter. Aber gut. Wenn Sie das unbedingt aufrollen wollen. Das mit den Verschwörungstheoretikern hat jedenfalls deutlich gezeigt, wie unsere Informationspolitik da versagt hat, weil sie viele Bürger nicht erreicht hat. Nur so konnten sich die krudesten Ideologien verbreiten.“
Herr Ökenyl gereizt: „Wollen Sie sagen, dass Corona-Kritiker verirrte Menschen waren, die vom rechten Pfad der offiziellen Regierungsmeinung abgekommen sind? Dann stecken sie bestimmt auch gleich die Kriegsgegner mit in denselben Topf.“
Herr Eitel: „Also Herr Ökenyl, was reden Sie denn da. Langsam glaube ich, Ihnen ist da oben (Herr Eitel klopft mit dem Zeigefinger an seine Stirn) was abhanden gekommen. Meinen Sie ernstlich, dass ich dieser Denkart noch weiter folge.“
„Ach, das verstehen Sie also unter Meinungsfreiheit – nicht zuhören?“, kontert Herr Ökenyl.
„Das hat mit freier Meinung nichts mehr zu tun. Wo kommen wir da hin, wenn jeder einfach irgendwelche Lügen verbreiten kann. Das stellt eine Gefahr für unsere Demokratie dar. Unsere Medien haben in Sachen Corona vielleicht manche Menschen nicht ausreichend aufklären können. Das war aufgrund der unsicheren Sachlage damals anfänglich auch alles nicht einfach gewesen. Aber wir müssen nach vorne schauen. Und tatsächlich müssen die Medien auch in diesen Tagen wieder umfangreich informieren. Es zeigt sich nämlich leider erneut, dass ein paar vorwitzige Schlaumeier in Sachen Krieg und Frieden die Wahrheit verdrehen.“
Herr Ökenyl schmunzelt: „Dass Bürger ihre eigenen Auffassungen entwickeln, mögen diese auch noch so konträr sein, das muss eine Demokratie aushalten können. Solange sie kein faschistisches Gedankengut beinhalten und die Persönlichkeitsrechte anderer gewahrt bleiben, muss alles erlaubt sein. Ein Austausch ist wichtig, denke ich. Im Gespräch miteinander bleiben …“
Herr Eitel abwinkend: „Also wirklich, Herr Ökenyl. Bei manchen Themen geht es nicht allein um Meinungen, da braucht es Fakten. Unsachliche Deutungen, Spekulationen oder gar Unterstellungen von angeblichen Machtinteressen oder dergleichen haben in unserer Diskurslandschaft keinen Platz. Wir können nicht Möchtegernwissenschaftlern oder Besserwissern das Zepter überlassen. Meinung hin oder her. Putins Krieg etwa, ist ein Angriffskrieg und damit ein Angriff auf unsere Demokratie. Wer das nicht sieht, ignoriert die Fakten.“
Herr Ökenyl: „Da mögen Sie ja recht haben. Dennoch muss es auch hierbei erlaubt sein, andere Interpretationsansätze äußern zu dürfen.“
Herr Eitel lässt sich nicht aus dem Konzept bringen: „Mag sein. Aber ich bleibe dabei. (Seine Stimme hebt sich.) Wir dürfen Meinungsmache nicht irgendwelchen Scharlatanen überlassen.“
Frau Berger geht dazwischen: „Bitte, meine Herren. Das bringt uns jetzt so nicht weiter. Die Diskussion geht hier in eine völlig andere Richtung. Lassen Sie uns endlich zum Thema zurückkehren.“
Herr Ökenyl bestürzt: „Aber Frau Berger, im Kern betreffen diese Themen – die Flüchtlingspolitik sowie die Verhöhnung von Systemgegnern und Medienkritikern doch genau den fragwürdigen Umgang mit unliebsamen Individuen …“
Herr Eitel richtet sich in seinem Sessel auf: „Herr Ökenyl. Nun bleiben Sie mal auf dem Teppich. Was Sie da so munter durcheinander werfen, muss sehr differenziert betrachtet werden.“
Herr Ökenyl wendet sich der Moderatorin zu: „Frau Berger. Dann lassen Sie uns also wieder über Migration sprechen. Mir scheint Herr Eitel will die Zusammenhänge nicht sehen. Wir können das Problem nicht dadurch lösen, dass wir an den Grenzen Menschen zurückweisen. Die europäischen Staaten müssen da enger zusammen arbeiten.“
Herr Eitel verdreht die Augen: „Ich glaube, Herr Ökenyl, Sie verstehen nicht, dass sich das Problem gerade nicht europäisch lösen lässt.“
Herr Ökenyl höhnisch: „Ach, ja? Nationalistische Lösungen also? An was haben Sie denn da so gedacht? Sie könnten einreisewillige Ausländer ja zunächst einmal auf ihre deutschnationale Tauglichkeit prüfen. Und die Asylanten danach gleich zur Bundeswehr verpflichten.“
Herr Eitel springt empört auf: „Bei aller Höflichkeit, Herr Ökenyl. Jetzt reicht’s auch mal! Das wird mir hier nun wirklich zu unsachlich. Frau Berger, tut mir leid. Ich weiß Meinungsfreiheit ja zu schätzen, aber wenn jeder völlig irres Zeug von sich geben darf, wo kommen wir denn da hin? Das kann man unseren Bürgern weiß Gott nicht zumuten. Guten Abend!“
Er verlässt schnaubend den Saal.
Herr Ökenyl sieht ihm überrascht nach. Dann schaut er unschlüssig zu Frau Berger. Er zögert noch einen Augenblick, bedeutet ihr darauf achselzuckend sein Bedauern und geht ebenfalls ab.

Beide Prominente begegnen sich hinter dem Ausgang des Saals im Flur. Herr Eitel zwinkert Herrn Ökenyl zu und flüstert: „Noch auf ein Bier?“
Herr Ökenyl streicht seinen Anzug glatt und nickt zustimmend.
Dann verlassen beide getrennt den Backstage-Bereich und betreten kurz darauf nacheinander eine Bar unweit des Fernsehstudios.
Herr Eitel prostet Herrn Ökenyl zu: „Na dann, auf den gelungenen Abend!“
Herr Ökenyl hebt ebenfalls sein Glas und grinst: „Ja, auf unser Einwanderungsland!“
„Meinungsfreiheit ist doch ne feine Sache“, stellt Herr Eitel fest. „Je mehr Meinungen es gibt, desto weniger wird man sich einig. Eine geschlossene Einheit, soweit kommt’s noch! Nee, nee. Soll jeder schön für sich kämpfen. Angst ist dabei guter Zündstoff.“ Er prustet.
„Genau. Jeder gegen Jeden!“, entgegnet Herr Ökenyl und kichert.
Herr Eitel atmet tief ein „Stell dir nur vor, die Linken hätten ernsthaft was zu melden. Abschaffung von Steuerprivilegien und von Privatisierungen, Stimmrecht für Ausländer … Pah. Wo kämen wir denn da hin?“ Er verdreht die Augen.
Herr Ökenyl trinkt einen Schluck. „Da haste recht. Alles hat seine Grenzen. Integration ist ja gut und schön, aber unsere Ordnung darf dadurch nicht grundsätzlich gefährdet werden.“
Herr Eitel darauf: „Eben. Und unsre Einkommen auch nicht. Meine Villa hab ich mir wirklich verdient. Bei all dem Stress. Ach, Werner, wo wir gerade dabei sind: Was macht der Deal mit Hartmetall? Hast du mit deinem Kumpel im Vorstand gesprochen?“
Herr Ökenyl: „Ja, läuft. Ich geb dir Bescheid, sobald wir den Vertrag glatt ziehen können.“
Herr Eitel ironisch: „Sehr schön. Die Automobilindustrie ist nun mal die Stütze des Landes. Wo stünde unser Bruttoinlandsprodukt ohne sie? Und wo du und wo ich?“
Er klopft sich auf die Schenkel. „Und die zusätzlich georderten Panzer, die sind schließlich nicht nur für unsere Geldbeutel gut – da hat auch der Landeshaushalt ordentlich was davon.“
Herr Ökenyl hebt freudig sein Glas: „Sicher Franz. Was das angeht, fehlt’s im Moment wahrlich nicht an Aufträgen. Du übrigens: Ich kenne da einen super Escort Service. Die haben tolle Mädels. Aus allen Herren Ländern. Haste nachher noch Lust?“

Anregungsfragen:

  1. Wie stark sind politische Debatten heute von Inszenierung geprägt – und woran erkennt man, ob ein Konflikt echt oder strategisch ist?
  2. Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Zuspitzung im Diskurs und bewusster Manipulation? Verändert Sprache tatsächlich gesellschaftliche Realität?
  3. Trägt die mediale Form (Talkshows, Schlagabtausch, Zuspitzung) zur Polarisierung bei – oder bildet sie nur gesellschaftliche Realität ab?
  4. Welche Rolle spielen wirtschaftliche Interessen im politischen Diskurs, auch wenn sie nicht offen sichtbar sind?
  5. Ist eine Demokratie gefährdeter durch offene Meinungsvielfalt oder durch strategisch erzeugte Uneinigkeit?

Soll der Text "Eine Runde Polittalk" von D Schmidt Teil des Buches "630 - Stimmen der Gegenwart" werden?

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