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Jens Philipp-Gründler – All Lives Matter – I can´t breathe

Jens-Philipp Gründler, geboren 1977 in Bielefeld, lebt in Münster und schreibt vor allem Kurzgeschichten, aber auch journalistische Artikel und Romane. Bis 2025 arbeitete er als Redakteur für die Literaturzeitschrift „Experimenta“. In seinen Werken, zuletzt ist der illustrierte Erzählband „Nachtumweht“ erschienen, setzt er sich auf erzählerische Weise mit philosophischen und künstlerischen Themen auseinander. Hierbei ist es ihm wichtig, gesellschaftspolitische Sujets, wie die Marginalisierung und die Unsichtbarmachung von Minoritäten kritisch zu beleuchten. Er ist Gründungsmitglied und Redakteur des Magazins „Literatur Fetzen“. Mehr unter https://jensphilippgruendler.net

Roman-Veröffentlichungen:
„Rebellen des Lichts“, Edition Bärenklau, Juni 2015.
„Einst gemarterte Heilige“, Apex-Verlag, Februar 2022.

Auswahl Veröffentlichungen in Textsammlungen:
„Das Schweigen der Gedanken“, Brot und Spiele Verlag, Oktober 2022.
„Flüssige Schwerter“, EDFC Fantasia, April 2024. (Wiederveröffentlichung)
„Nachtumweht“ – Erzählungen (illustriert von Michael Blümel), Agenda Verlag, Juli 2025.


Der alte Grundsatz „Auge um Auge“ macht schließlich alle blind.
(Martin Luther King)

„Kommt Daddy nie wieder nach Hause?“, fragt die ihren Teddybären umklammernde neunjährige Gianna ihre Mutter Roxie. Unter Tränen erwidert diese, dass ihr Daddy ein anderes, schöneres Zuhause gefunden habe und nun bei Gott im Himmel wohne. Der elegante Sarg aus dunklem Wurzelholz wird im Rahmen des feierlichen Beerdigungszeremoniells von Georges Cousins und Brüdern getragen. Gospelmusik wird gespielt. Da der Besucherstrom nicht abreißt, müssen die Tore des Friedhofs geöffnet werden, um den Kondolierenden genügend Platz zu verschaffen. Prominente aus Sport, Kunst, Kultur und Politik haben sich versammelt. Reverend Al Sharpton, Führungsfigur der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, hält am Grab von George Floyd eine mitreißende Rede und betont, dass ihre Vorfahren, Großväter und Urgroßväter, Sklaven gewesen seien und dass sich bis in die Gegenwart nicht viel geändert habe.
„400 Jahre Sklaverei! Das muss ein Ende haben! Die Polizeigewalt nimmt überhand und wieder wurde eine Grenze überschritten, wie bei Rodney King und Trayvon Martin in den Jahren 1991 und 2012!“, predigt Sharpton und nimmt Gianna in den Arm. Vor zwei Wochen tötete der weiße Polizist Derek Chauvin den Vater und Ehemann George Floyd in Minneapolis, Minnesota. Der Beamte hielt den 46-jährigen im Würgegriff und drückte ihn mittels seines Körpergewichts zu Boden. Hierbei röchelte Floyd immer wieder: „I can‘t breathe, I can‘t breathe!“ Doch weder Chauvin noch die drei ebenfalls beteiligten Staatsbediensteten unternahmen etwas, um den Sterbenden zu retten oder Erste Hilfe-Maßnahmen einzuleiten.

Ich fliege nach Houston, um Roxie Washington, Floyds frühere Partnerin zu interviewen, da ich an einem Buch über Polizeigewalt arbeite und an Orten recherchiere, an denen Grenzüberschreitungen von Polizisten – oder, im Fall von Trayvon Martin, von Wachmännern – dazu führten, dass die Lage kippte und Massenunruhen auslösten. Washington, wie George Floyd gläubige Katholikin, empfängt mich in ihrem kleinen Haus in der texanischen Metropole. Über dem Türsturz im Wohnzimmer sehe ich die Pyrografie eines mir wohlbekannten, aus dem Brief an die Römer stammenden Spruchs: Si Deus pro nobis, quis contra nos.
Roxie begrüßt mich mit einer Tasse Kaffee und zeigt auf das Bibelzitat: Wenn Gott für uns ist, wer könnte dann gegen uns sein?
„Jeden Tag bete ich und mache mir bewusst, dass Gott seine schützende Hand über uns hält und dass George an einem besseren Ort, vielleicht im Paradies ist – er war ein guter Mann.“
Nickend frage ich Roxie, ob ich unser Gespräch aufzeichnen darf. Sie bejaht:
„Können Sie mir sagen, was Georges konkretes Vergehen gewesen sein soll? Weshalb wurde er in Gewahrsam genommen? Es heißt, er könnte einen gefälschten Dollarschein verwendet haben und dass er mehrmals mit illegalen Rauschmitteln zu tun gehabt habe…“
„Nein, nein. Sie haben ihn ohne Grund verhaftet, er kam gerade aus der Kirche, wo er ehrenamtlich für die Gemeinde tätig war. Es mag sein, dass er gelegentlich einen Joint geraucht hat, aber er war ganz bestimmt kein Dealer und auch kein Krimineller.“

Nachdem Roxie mich fast drei Stunden lang mit Informationen und neuen Erkenntnissen zum Fall Floyd versorgt hat, stellt sie klar, dass sie dem schuldig gesprochenen Polizisten nie vergeben könne, obwohl sie sich als tiefgläubige Christin betrachte. Sie sagt, dass sie fest daran glaube, dass ungläubige, atheistisch oder nihilistisch gesinnte Menschen, die unser Dasein ausschließlich aus materieller – und damit limitierter – Sichtweise betrachten, tatsächlich zu Staub werden, wenn sie sterben und ihr Körper zerfällt. Wer indes fest an Gott und die Wiederauferstehung glaube, der könne mit einer Aufnahme in den Himmel rechnen.
„Ich war sogar bei einer Voodoo-Priesterin, die meiner Bitte nachkam, einen Fluch auszusprechen. Doch das bedauere ich nun.“

Am 25. November 2023 steige ich ins Taxi, um zum George Bush Intercontinental Airport zu fahren, als ich aufgeregte Passanten sehe, die mit Zeitungen winken und voller Zorn brüllen. Offenbar wurde Derek Chauvin im Gefängnis niedergestochen. Zunächst gefällt mir der Gedanke, dass es sich um höhere Gerechtigkeit handeln könnte, doch dann wird mir unheimlich zumute.
Egal, was einem angetan wurde, sage ich mir, Rache darf niemals eine Option sein, auch für Roxie Washington nicht. Denn wenn wir diese Linie überschreiten und zur archaischen Logik des Auge-um-Auge, Zahn-um-Zahn zurückkehren, sind wir verloren.
Derek Chauvin überlebte die Messerattacke knapp und sitzt eine über zwanzigjährige Haftstrafe in der Federal Correctional Institution in Tucson, Arizona ab. Im Rückspiegel sehe ich Roxie und ihre Tochter Gianna winken. „Er wird sie nie aufwachsen sehen“, hatte die trauernde Mutter mir noch gesagt. Der Taxifahrer flucht, da es ihm nicht möglich ist, die Zufahrt zum Highway zu nehmen. Denn die gewaltsamen Proteste erstrecken sich über die gesamte Stadt.
Letzten Endes neigen die Menschen dann doch zu Rache und Vergeltung, denke ich, will diesen Gedanken jedoch mit aller Macht unterdrücken. Aufgrund der Religiosität von Roxie und George, die mich als Agnostiker beeindruckt, aber auch irritiert, beschäftige ich mich intensiver mit den Wurzeln des Hasses, der ausufernden Brutalität und der Mordlust. Wenn wir nicht einmal unseren Freunden vergeben können, wie sollen wir dann erst unsere Feinde lieben, wie es Jesus in der Bergpredigt fordert? Hass solle durch Wohltaten, Gebete und Gewaltfreiheit überwunden werden. Diejenigen zu lieben, die uns Böses antaten, stelle ich mir schwer, wenn nicht unmöglich vor. Es macht mich traurig, dass Roxie, trotz ihres Gottvertrauens nicht vergeben kann, oder will. Ich persönlich vermag eine derartige Situation gar nicht richtig nachzuvollziehen, weil ich keinerlei vergleichbare Erfahrungen gemacht habe. Geboren in den späten 1970ern, verlebte ich eine unbeschwerte Kindheit in einer Demokratie, die, so mein Eindruck, intakt war. In jenem Jahrzehnt dominierte der ungehemmte Konsumismus – in den USA unter der Regierung Bill Clintons, in meinem Heimatland unter Helmut Kohl. Der Kalte Krieg war vorbei, Boris Jelzin scherzte angetrunken im Weißen Haus mit seinem amerikanischen Amtskollegen. Gleichwohl brodelte es unter der Oberfläche, kam es doch im März 1991 zu den Misshandlungen von Rodney King durch vier Polizisten. Sie traktierten ihr längst überwältigtes Opfer mit mehr als fünfzig Stockschlägen und Dutzenden Tritten. Als die Männer, drei Weiße und ein Latino, im Jahr darauf freigesprochen wurden, brachen die Unruhen in Los Angeles aus. Da es immer wieder zu Gewalt gegen People of Color kam, riefen 2013 drei Frauen die Bewegung Black Lives Matter ins Leben. Unter dem Hashtag #BlackLivesMatter verbreiteten sich in den sozialen Medien Statements und unmittelbare Reaktionen auf den Tod des afroamerikanischen Teenagers Trayvon Martin und den folgenden Freispruch des Schützen.

An meinem Buch über Polizeigewalt arbeite ich weiterhin, bleibt das Thema tragischerweise aktuell. Mein Berg an Material wächst und wächst – kommt es doch auch durch Wachmänner und, gegenwärtig, staatlich beauftragte Behörden, wie der Immigration and Customs Enforcement, zu unverhältnismäßiger Grausamkeit.
Den Kontakt zu Roxie, deren Tochter Gianna nun fast erwachsen ist, erhalte ich aufrecht. Wenn wir telefonieren, erörtern wir stets denselben Sachverhalt. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2026, mein letzter Besuch bei Roxie Washington liegt über drei Jahre zurück. Bereits damals blickte man international voller Sorge auf den Zustand der Vereinigten Staaten, auch angesichts des Sturms auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Joe Biden, von seinem Kontrahenten als Sleepy Joe verhöhnt, der im Wahlkampf als Spitzenkandidat von der Vize-Präsidentin Kamala Harris abgelöst worden war, wirkte zusehends müde und fahrig. Donald Trump und sein Team nutzten jede Schwäche, die Biden zeigte, für ihre Zwecke. Als Trump zum zweiten Mal ins Weiße Haus einzog, waren die Reaktionen gemischt. Dass seine bereits am ersten Amtstag getroffenen Regierungsentscheidungen allerdings dermaßen irrational und unvorhersehbar ausfallen würden, hatte wohl niemand geahnt. Manche hatten es sich herbeigewünscht, anderen hatte es davor gegraut, je nachdem. Make America Great Again. Viele fürchteten die Willkür des deutlich zur Autokratie neigenden Marionettenspielers, der mit seinen Hetztiraden dafür gesorgt hatte, dass das demokratische Heiligtum in Washington D.C. von einem vor Wut schäumenden Pöbel angegriffen worden war.

Roxie heißt mich willkommen und bietet mir einen überzuckerten Frappuccino an, den sie aus dem Coffeeshop mitgebracht hat, wo sie arbeitet. Dankend nehme ich einen Schluck und erkundige mich danach, wie es ihr ergangen ist. In ihrem engen Wohnzimmer, wo sie auf der mit billigem Brokat überzogenen Couch sitzt und ich auf einem Sessel, sehen wir im Fernsehen einen Beitrag über landesweite Demonstrationen. „Immerhin haben die Leute nun den Mut, auf die Straße zu gehen“, sage ich vorsichtig. Der Zorn großer Bevölkerungsanteile entlädt sich angesichts der Verfahrensweise der umstrittenen Einwanderungs- und Zollbehörde ICE. Roxie stellt den Kunststoffbecher auf dem Couchtisch ab und nickt abwägend mit dem Kopf.
„Man kann von ihm halten, was man will“, hebt sie an, „aber es ist nicht alles falsch.“
Roxie zufolge sind unter den Illegalen, so ihre Formulierung, tatsächlich viele Straftäter. Drogenhändler, Kleinkriminelle, Gewalttätige.
„Irgendeiner muss für Ordnung sorgen“, erklärt die Mittfünfzigerin und fährt mit ihrem Daumen über die geglätteten Haare.

Viele Afroamerikaner stehen auf der Seite des fünfundvierzigsten und zugleich siebenundvierzigsten US-Präsidenten. Diese Tatsache verwirrt mich besonders, lässt Trump doch immer wieder rassistisches Gedankengut verlautbaren. Wie hatte er es geschafft, große Teile der schwarzen Wählerschaft für sich zu gewinnen?
Gianna, mittlerweile knapp sechzehn Jahre alt, hat sich zu einer Kämpferin entwickelt. Stolz, mit erhobenem Haupt kommt sie zur Tür herein. Nach der High School jobbt sie in dem gleichen Kaffeeladen wie ihre Mutter. Roxie und ihre Tochter ähneln sich sehr. Ihre Gesichtszüge sind fein und wirken modelliert, als seien sie von einem Renaissance-Künstler kreiert worden. Beide sind von zierlicher Gestalt und haben auffallend längliche Extremitäten. Modisch gibt es indes markante Unterschiede. Roxie legt keinen großen Wert auf Extravaganzen und beschränkt sich auf praktische Kleidung, wie Jeans und Sweater. Gianna hingegen verknüpft mit der Mode politische Aussagen und trägt ein T-Shirt mit dem Konterfei von Angela Davis. Baggy Pants und Skateboardschuhe verleihen ihrem Auftreten eine gewisse Maskulinität. Ihre kurz geschnittenen Filzlocken, nappy dreads, stehen ungebändigt vom Kopf ab.
„Stell das aus!“, sagt sie bestimmt.
Über den Bildschirm flimmert soeben eine Szene, in der mit Handykameras dokumentiert wurde, wie die 37-jährige US-Bürgerin Renée Good von einem ICE-Beamten in Minneapolis erschossen wurde.
„Meine Kleine ist eine Radikale“, stellt Roxie ironisch und doch voller Liebe fest.
Gianna verdreht die Augen und begrüßt mich.
„Wie lange ist das her?“
„Drei Jahre?“
„Arbeitest du noch an deinem Buch? Wahrscheinlich wirst du es nie vollenden können, weil die Gewalt niemals aufhören wird, nicht wahr?“
Roxie und ihre Tochter fixieren mich mit ihren Blicken und ich gehe in mich. Wahrscheinlich haben sie recht, sinne ich nach, und doch will ich mich nicht mit dieser apodiktisch erscheinenden Tatsache abfinden. Anhand meiner ausführlichen Dokumentationen sollen, so meine Hoffnung, eines Tages Gerechtigkeit wiederhergestellt und die Gewalttäter mit ihren Opfern versöhnt werden.
„Wir müssen los, Mama“, erinnert Gianna Roxie an den Gottesdienst, den sie zweimal in der Woche besuchen.
„Komm doch mit“, lädt mich die selbstbewusste Schülerin ein, „…dann lernst du Father John kennen.“
„Ist das der Father John?“, frage ich, weil ich mich an Medienberichte über einen Priester erinnere, der, wie viele andere, mit wilder Entschlossenheit gegen das Vorgehen der ICE-Agenten protestiert und Geflüchteten oder Verfolgten seinen Kirchenraum als Schutz, Sanctuary, anbietet.
Wir steigen in Roxies rostigen Chevrolet und fahren durch Chinatown über den Chetwood Drive zur Holy Ghost Catholic Church. Father John wurde durch ein Video bekannt, welches ihn dabei zeigt, wie er seine Kirche gegen ICE-Beamte verteidigt, und das viral ging.
„Er macht vielen Menschen Mut“, reißt mich Roxie aus meinen Gedanken. Zwar sehe ich das genauso, weiß aber auch, dass die Münze eine rußgeschwärzte Kehrseite hat. Denn viele Priester unterstützen die umstrittene Behörde ganz offen.

Nach der Messe lädt uns Father John zu trockenen Keksen und dünnem Kaffee in das Pfarrhaus ein. Das können die Katholiken, denke ich amüsiert, Snacks anbieten, die man unmöglich hinunterbekommt. Der Priester greift beherzt zu und bietet uns immer wieder von dem bröseligen Gebäck an. Schweigend hocken wir beieinander und das Gespräch kommt nicht so richtig in Gang. Father John erzähle ich, dass ich seit Jahren an einem Buch über Polizeigewalt arbeite, es aber nicht abschließen kann, weil stetig neue Nuancen des Sujets zum Vorschein kommen.
„Ich wünschte mir, ich könnte wenigstens eine kleine Zahl von Lesern davon überzeugen, dass Rache und Vergeltung unbedingt vermieden werden müssen, damit wir in Zukunft friedlich zusammenleben können. Aber immer wieder merke ich, dass die Menschen nicht in der Lage sind, ihren Feinden zu vergeben. Was meinen Sie, als Priester? Ist die Aufforderung Jesu aus der Bergpredigt nicht unmöglich umzusetzen?“
Father Brown, der während meines kurzen Monologs eine Pfeife gestopft hatte, entzündet diese hustend und überlegt, Rauchwölkchen in sein Arbeitszimmer pustend.
„Entschuldigung, eine alte Gewohnheit“, sagt er, um das Fenster zu öffnen und Frischluft in den Raum zu lassen. Dann erzählt er von Martin Luther King, den er noch persönlich kannte.
„Wissen Sie, die Gewalt in diesem Land kommt einem manchmal vor wie ein integraler, unverzichtbarer Bestandteil. Das liegt am Rassismus, hängt aber auch mit anderen Faktoren zusammen, wie der laxen Waffengesetzgebung. Viel Blut ist geflossen, viel Blut wird fließen.“
Bob Marley schildert es in seinem Song Natural Mystic sehr treffend:
This could be the first trumpet,
might as well be the last.
Many more will have to suffer,
many more will have to die –
Don‘t ask me why

Wieder zuhause angekommen, widme ich mich meinen Aufzeichnungen und dem überall in der Wohnung verteilten Recherchematerial, den Notizen, den Interviews, Fotos, Kopien, dem Filmmaterial.
Dieses Projekt ist ein Fass ohne Boden. Es verschlingt so viel an Lebenszeit, dass ich beschließe, alle bisher von mir erlangten Erkenntnisse frei auf einer Internetseite zugänglich zu machen. Dieses Archiv kann vielseitig verwendet und stetig ergänzt werden. Auf diese Weise bleiben meine Forschungsergebnisse lebendig.

Anregungsfragen:

  1. Warum wiederholen sich Fälle tödlicher Polizeigewalt trotz öffentlicher Empörung?
  2. Kann Gerechtigkeit ohne Vergeltung gedacht werden?
  3. Wie wirkt sich historische Schuld auf gegenwärtige Strukturen aus?
  4. Welche Rolle spielen Medien bei der Konstruktion solcher Chroniken?
  5. Wie lässt sich verhindern, dass moralische Empörung in Gewalt umschlägt?

Soll der Text "All Lives Matter" von Jens-Philipp Gründler Teil des Buches "630 - Stimmen der Gegenwart" werden?

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