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Pauline Hannah Strassberger – Struktur des Schweigens

Pauline Hannah Strassberger, geboren 1994 in Brüssel und in Berlin aufgewachsen, ist Fotografin, Human-Resource-Managerin und Autorin.
Seit ihrer Jugend schreibt sie als künstlerische Form der Selbstverortung und Erlebnisverarbeitung. Ihre Texte bewegen sich zwischen Lyrik und autobiografischer Prosa und beschäftigen sich mit Identität, Beziehungserfahrungen und innerer Entwicklung.
Ihr fotografisches Arbeiten — das Denken in Bildern, Licht und Räumen — prägt auch ihren sprachlichen Stil: präzise, atmosphärisch und körpernah. Zugleich fließen Perspektiven aus ihrer Tätigkeit im Human-Resources-Bereich in ihr Schreiben ein, insbesondere ihr Blick für psychische Dynamiken, Brüche und Transformationsprozesse.
2019 wirkte sie an der Portrait-Buchveröffentlichung Hundert mit. 2025 erschienen erstmals mehrere ihrer Gedichte in Lyrik-Anthologien. Aktuell arbeitet sie an einem autofiktionalen Romanprojekt sowie an ihrem ersten eigenständigen Lyrikband. Pauline Strassberger lebt in Dresden an der Elbe.


Ich liege wach. Das Bett unter mir ist ruhig. Es knarrt nicht. Es gibt keine fremden Bewegungen, kein unerwartetes Gewicht, das die Matratze sinken lässt. Die Tür ist geschlossen. Kein Licht fällt durch einen Spalt. Kein Schatten bewegt sich über die Wand. Der Raum ist so still, dass ich meinen eigenen Atem höre. Und doch spannt sich mein Körper an, als würde er etwas erwarten.
Es ist erstaunlich, wie sehr sich ein Körper erinnern kann, auch wenn die Situationen längst vorbei sind. Wie er nachts Wache steht, obwohl niemand kommt. Wie er sich zusammenzieht, obwohl die Gefahr nur noch eine Erinnerung ist. Manchmal glaube ich: Betten merken sich alles. Nicht nur Körperformen, sondern auch Geschichten.
Diese Matratze ist neu – gemütlich, fest und nachgiebig zugleich. Ich habe sie selbst ausgesucht. Ich erinnere mich noch genau an den Tag im Möbelhaus. Ich habe mich immer wieder hingesetzt, hingelegt und mich gedreht, um sicherzugehen, dass sie die Richtige für mich ist. Damals, als ich auszog, wusste ich nicht, warum mir das so wichtig war. Ich sagte mir, es sei vernünftig, eine gute Matratze zu kaufen. Dass Schlaf wichtig ist. Dass Rückenschmerzen vermieden werden sollten. Heute weiß ich: Ich wollte mich endlich einmal sicher fühlen in einem Bett.

Mein erstes Bett war schmal. Es stand so, dass ich die Tür sehen konnte. Ich habe nie mit dem Gesicht zur Wand geschlafen. Ich wollte die Klinke im Blick behalten, den kleinen Schatten, den sie warf, wenn das Flurlicht brannte. Ich lernte früh, jedes Geräusch wahrzunehmen. Das Haus hatte nachts eine eigene Sprache. Die Heizungsrohre, die sich ausdehnten. Der Kühlschrank, der ansprang. Manchmal klapperte irgendwo ein Fenster. All diese Geräusche wurden mir vertraut. So auch die Dielen, die unter dem Gewicht der Schritte knarrten. Sich entfernende Schritte beruhigten mich. Andere ließen mein Herz binnen Sekunden stocken.

Kinder entwickeln ein feines Gespür für Gefahr, wenn sie müssen. Sie lesen die Welt nicht nur mit den Augen. Sie lesen sie mit ihrer Haut, ihren Muskeln und ihrem Atem. Ich habe früh gelernt, leise zu sein. Nicht das freundliche Leise, das Rücksicht nimmt. Nicht das Leise, das von Kindern erwartet wird, wenn Erwachsene telefonieren. Sondern das Leise, das zum Überleben wird. Jenes, das denkt: Wenn ich mich nicht bewege, wenn ich nichts sage, wenn ich ganz still werde, ist es vielleicht schneller vorbei.

Ich war ein Kind mit einer funktionierenden Stimme. Meine Stimmbänder waren gesund. Meine Lungen stark genug zum Schreien. Aber meine Worte hatten kein Gewicht. Sie fielen in den Raum und prallten ab an Wänden, die dicker waren als mein Mut.
„Bitte nicht“, flüsterte ich einmal, als die Klinke sich senkte. Die Tür ging trotzdem auf.
„Ich will nicht“, schrie ich ein anderes Mal, meine Hände so fest in die Bettdecke gekrallt, dass sie am nächsten Tag schmerzten.
„Jetzt übertreibst du wieder. Ich möchte doch nur spielen“, lachte er. Spielen. Ein Wort, das in anderen Kinderzimmern nach Spaß klang. In meinem klang es nach Schmerz:

Wenn ich mich wehrte, war ich schwierig.
Wenn ich weinte, war ich empfindlich.
Wenn ich schrie, war ich hysterisch.
Wenn ich schwieg, war ich brav.

Ich begriff, welche Version von mir gewünscht war: Die Angepasste, die niemanden in Verlegenheit bringt. Die, die das Bild einer heilen Familie nicht stört. Die Fassade war wichtig und musste gewahrt werden. Sie war wichtiger als ich.

In unserer Gesellschaft gibt es viele Wörter für Kinder:
Süß. Schutzbedürftig. Zukunftsweisend.
Aber es gibt erstaunlich wenige Räume, in denen Kinder wirklich gehört werden, wenn sie etwas sagen, das nicht ins Bild passt. Kaum Räume, in denen nicht sofort relativiert, erklärt oder verteidigt wird.
Und dort liegt der Beginn des strukturellen Schweigens verborgen. Nicht im Offensichtlichen, sondern in diesen kleinen Momenten, in denen Stimmen übergangen werden, weil sie stören. In denen nicht das Gesagte zählt, sondern ob es in das bestehende Bild passt:

Missbrauch geschieht selten im Dunkeln.
Er geschieht im Verborgenen.
Und das ist etwas völlig anderes.

Verborgenheit trägt Hemden mit gebügelten Kragen. Verborgenheit hat freundlich grüßende Nachbarinnen und Nachbarn. Sie zahlt Rechnungen pünktlich und bringt Geschenke zu Weihnachten. Sie sitzt am Esstisch, diskutiert Politik und engagiert sich in Vereinen. Missbrauch geschieht in Schlafzimmern mit frisch gewaschener Bettwäsche. In Häusern mit Gardinen, die von außen freundlich wirken. In Familien, die auf Fotos lachen, die das Wohnzimmer zieren.

Und später sagen alle:
Wir konnten das doch nicht ahnen.
Doch irgendwer ahnt immer etwas. Eine Lehrkraft, die merkt, dass ein Kind sich plötzlich nicht mehr konzentrieren kann und im Unterricht einschläft. Eine Nachbarsfamilie, die hört, wie nachts eine Stimme nach Hilfe ruft und es als Traum abtut. Eine Mutter, die sieht, dass ihre Tochter erstarrt, wenn bestimmte Personen sich nähern. Doch eine Ahnung ist selten das Problem. Das Problem ist, was mit ihr gemacht wird:

Wird sie ernst genommen?
Wird nachgefragt?
Wird hingesehen?

All das würde bedeuten den Schwächeren Glauben zu schenken, statt sie klein zu halten, wenn die Konsequenzen zu groß erscheinen. Glauben zieht Handeln nach sich. Und Handeln würde heißen, sich gegen das zu stellen, was als stark und unangreifbar gilt.
Ich lag jeden Abend in meinem Bett, starrte an die Decke und zählte die Risse im Putz. Wenn ich bei fünfzehn angekommen war, begann ich wieder von vorn. Zählen gab mir das Gefühl, noch da zu sein. Es war eine Art Zuflucht. Solange ich zählen konnte, war ich nicht ganz verschwunden. Denn manchmal verließ ich mich selbst. Ich stellte mir vor, ich würde leichter. So leicht, dass die Matratze mein Gewicht nicht mehr registrierte. Ich löste mich von meinem Körper, als wäre er nur eine Hülle, die ich zurücklassen konnte.
Erst viel später begriff ich, dass der Körper nicht nur Erinnerungen speichert, sondern auch das, was die Gesellschaft nicht aushält. Er speichert das Knarren der Bettlatten. Das Sinken der Matratze unter fremdem, unerwünschtem Gewicht. Den Geruch von Atem, der zu nah kommt. Er speichert die Schwere einer Decke, die plötzlich keine Wärme mehr schenkt, sondern kaum aushaltbaren Druck ausübt. Er speicherte auch die Worte, die mir bei jedem Versuch, Hilfe zu erhalten, entgegenschlugen: „Du bildest dir das ein. So schlimm ist es doch nicht. Er liebt dich.“ Liebe. Ein Wort, das mein Herz nicht mit Geborgen-, sondern mit Gebrochenheit verknüpfte. So begann ich, meiner eigenen Wahrnehmung zu misstrauen:

Vielleicht war ich zu sensibel.
Vielleicht übertrieb ich.
Vielleicht war das normal.

Die Erwachsenen um mich blieben ruhig, sodass ich meine Gefühle als falsch wahrnahm und lernte, dass meine Angst ein Missverständnis sein musste. Dass ich mich irren musste. Ich wurde still. Nicht nur im Bett. Auch am Frühstückstisch, in der Schule und bei Familienfeiern. Ich studierte die Stimmung im Raum, bevor ich sprach. Ich machte die richtigen Witze, damit niemand Fragen stellte. Ich perfektionierte ein Lachen ohne Freude, um dem gewünschten Bild zu entsprechen. Und ich begriff, dass Schweigen belohnt wird. Schweigen erhält den Frieden, schützt den Ruf und verhindert Skandale. Es hält die Fassade aufrecht.
Schweigen wird zur Struktur. Nicht durch einen einzelnen Entschluss, sondern durch viele kleine Entscheidungen, die sich wiederholen. Durch Gepflogenheiten und Erwartungen, durch das stille Einverständnis, dass es besser ist, nicht zu stören, was das gewohnte System ins Wanken bringe könnte.

Erst viele Jahre danach las ich von Männern, die mit Privatjets zu Inseln flogen, begleitet von Netzwerken aus Geld und Macht. Von Männern, die Mädchen wie Objekte behandelten, solange sie ihnen Spaß bereiteten und dann mit ihren Wunden im Nebel der Stille zurückließen. Von Listen mit Namen, die ehrfürchtig gedruckt wurden, ohne die Mädchen und Frauen hinter diesen Namen zu sehen. Und mir wurde klar: Es ist nie nur ein Haus, nie nur ein Bett oder ein leises Mädchen. Es ist ein ganzes System. Ein System, das sich selbst schützt. Eines, das lieber an die Integrität eines angesehenen Mannes glaubt als an die zitternde, wahrhaftige Stimme eines Kindes.
Ein System, das fragt: „Warum hast du nichts gesagt?“, statt „Was ist dir passiert?“
Ich liege noch immer wach. Doch heute steht mein Körper nicht mehr Wache. Das Bett unter mir ist ruhig. Die Matratze trägt nur mein Gewicht. Mehr nicht. Ich lausche keinen knarrenden Dielen mehr und erwarte keine Schritte. Ich fürchte keinen Schatten unter der Tür, niemand drückt die Klinke hinunter. Ich dachte lange, Laut-sein beginne mit Schreien, Beweisen und Anklage. Aber Laut-sein beginnt hier. In einem Atemzug, der nicht mehr verschluckt wird, sondern Worte formt. Es beginnt dort, wo zugehört wird. Wo Worte nicht mehr an Wänden abprallen, sondern im Ohr eines anderen Raum finden, der sie hält. Allerdings entsteht dieser Ort nicht von selbst. Er ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung. Denn Zuhören verlangt etwas, das schwerer ist als Sprechen: die Bereitschaft, das eigene Bild von Wirklichkeit zu verschieben. Die Initiative, einem Satz zu glauben, der alles verändert. Und an diesem Punkt, hören so viele auf zuzuhören. Vermutlich nicht, weil sie nichts hören. Sondern, weil sie verstehen. Denn Verstehen verpflichtet.
Eine Gesellschaft, die wirklich zuhört, muss aushalten, dass das Gesagte Konsequenzen hat. Das bestehende System hört auf Beweise, weil sie lauter sind als Stimmen. Wenn Schmerz auf Papier gedruckt und nicht mehr zu leugnen ist. Doch Zuhören, das erst einsetzt, wenn nichts mehr überhört werden kann, ist nur Reaktion. Wir brauchen Aktion:

Dort, wo etwas noch leise ist.
Dort, wo Zweifel noch keine Form haben.
Dort, wo ein Kind etwas sagt, das nicht ins Bild passt.

Deshalb spreche ich heute. Nicht weil es leicht ist, sondern notwendig. Mir wurde beigebracht, brav und still zu sein, Fassaden aus Höflichkeit und Verständnis zu bauen. Heute habe ich kein Verständnis mehr für Stille und lächle nicht mehr höflich. Denn diese Gesellschaft hat zu lange den Ruf eines Mannes schwerer gewogen als die Angst eines Mädchens. Zu lange Neutralität mit Moral verwechselt, obwohl sie in Wahrheit oft Schutz für die Falschen bedeutet. Denn neutral bleibt nur, wer es sich leisten kann. Ein Kind kann das nicht.
Ich will in keiner Welt leben, in der wir Überlebende für unseren Mut feiern. Ich will in einer Welt leben, in der Mut keine Überlebensstrategie mehr sein muss. Kinder sollen laut aufwachsen dürfen. Nicht, weil sie kämpfen müssen, sondern weil sie keine Angst haben. Sie sollen widersprechen dürfen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Sie sollen Grenzen setzen dürfen, ohne dafür bestraft zu werden.
Eine solche Welt wäre leiser, als wir glauben. Nicht, weil weniger gesprochen würde. Sondern, weil die lauten Stimmen mutiger Kinder nicht mehr überhört würden. Es wäre eine Welt, in der Vertrauen nicht aus Beweisen entsteht, sondern ihnen vorausgeht. In der ein Kind nicht erst lernen muss, sich selbst zu hinterfragen, bevor Erwachsene bereit sind es ernst zu nehmen. In der Stimmen nicht nach Stärke sortiert werden, sondern nach dem, was sie riskieren, wenn sie ausgesprochen werden. Wir würden in Strukturen leben, die nicht darauf warten, bis Skandale Kindern Aufmerksamkeit schenken. Wir hätten Institutionen, die nicht zuerst ihre eigene Unversehrtheit schützen, sondern die Verletzlichkeit derer, die sich ihnen anvertrauen.
Ich will in einer Welt leben, die sich nicht daran erkennen lässt, wie laut jemand sprechen darf, sondern daran, wie schnell jemand innehält, wenn eine leise Stimme spricht. Denn laut werden darf nicht länger die letzte Möglichkeit sein, gehört zu werden. Schmerz darf nicht erst bewiesen werden müssen, um Gewicht zu erhalten. Laut werden heißt nicht, die eigene Stimme gegen andere durchzusetzen. Es heißt, dass eine Gesellschaft Strukturen schafft, in denen niemand mehr gezwungen ist, leiser zu werden, um Fassaden zu halten oder lauter zu werden als es die eigene Kraft zulässt, um überhaupt erst ernst genommen zu werden. Genau dort beginnt Verantwortung. Sie liegt nicht nur bei denen, die sprechen, sondern bei denen, die hören könnten. Bei einer Öffentlichkeit, die entscheidet, ob sie hinsieht oder weiterscrollt. Ob sie Fragen stellt oder Erklärungen akzeptiert, die den vermeintlichen Frieden wahren. Wir müssen beginnen uns dieser Aufgabe als demokratische Gesellschaft zuzuwenden: Bedingungen schaffen, in denen Schutz, Vertrauen und Mitsprache selbstverständlich sind – nicht als Reaktion auf Leid, sondern als Grundlage.
Wir dürfen uns nicht länger mit Betroffenheit begnügen. Denn irgendwo liegt jetzt ein anderes, kleines Mädchen in einem schmalen Bett. Vielleicht in einer Straße mit ordentlichen Vorgärten, in einem Haus, in dem am Tag viel gelacht wird oder auf einer Insel umgeben von reichen, mächtigen Männern. Und diese Strukturen dürfen wir nicht weiter schweigend hinnehmen. Systeme sind keine Naturgesetze. Sie sind gemacht aus Entscheidungen und dem Reflex, Macht statt Menschen zu schützen. Und was gemacht ist, kann verändert werden. Doch ob dies geschieht, entscheidet sich nicht im Mut eines Kindes, sondern in unseren Entscheidungen. In der Weise, wie wir in Schulen, Behörden, Gerichten und Parlamenten agieren. Wir brauchen Abgeordnete, die hinsehen. Die begreifen, dass Schutz Voraussetzung ist. Dass Kinderschutz keine Randnotiz ist, sondern die Grundlage dafür, dass die von unserer Gesellschaft genutzten Begriffe für Kinder, die schutzbedürftig und zukunftsweisend sind, mehr sind als leere Worte. Dass Zuhören genauso wichtig ist wie Sprechen.
Die Struktur des Schweigens wird nicht von selbst verschwinden. Dieses System, das Missbrauch verdeckt und Zweifel organisiert, wird erst verschwinden, wenn wir es nicht länger tragen. Wir müssen widersprechen, eingreifen, glauben und schützen. Diese Verantwortung haben wir alle zu tragen und sie braucht eine Politik, die sich entscheidet, ob Schutz wirklich erst dann einsetzt, wenn etwas bewiesen ist, oder schon dann, wenn eine Person sagt: „Hier stimmt etwas nicht.“. Laut werden bedeutet deshalb nicht nur, dass Stimmen sich erheben dürfen. Es bedeutet, dass sie getragen werden müssen.

Eine Demokratie zeigt sich nicht darin, wie viele sprechen, sondern darin, wem wir Gehör und Glauben schenken.
Damit dieses kleine Mädchen nicht mehr im Dunkeln jedes Geräusch auf Gefahr prüfen muss, sondern in einem Bett liegt, das Geschichten der Liebe speichert, statt Angst trägt. Auf einer Matratze, die nicht das Nachgeben unter fremdem Gewicht erinnert, sondern der Körper Ruhe speichern und lernen darf, dass er sicher ist. Und der Gedanke sich in ihr manifestiert, den ich erst mit dreißig Jahren lernte zu glauben:

Ich darf laut sein und meine Stimme zählt.

Anregungsfragen:

  1. Warum fällt es Gesellschaften und Institutionen häufig schwer, den Schwächeren zu glauben, wenn Mächtige beschuldigt werden?
  2. Wann haben wir gelernt strukturell zu schweigen?
  3. Was bedeutet „laut werden“ in einer demokratischen Gesellschaft – und welche Verantwortung haben Politik und Öffentlichkeit, damit auch die schwächsten Stimmen wirklich gehört werden?
  4. Welche Voraussetzungen braucht eine demokratische Kultur, damit Zuhören genauso wichtig wird wie Sprechen – besonders wenn es um unangenehme oder verdrängte Themen geht?
  5. Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, in der „laut werden“ nicht erst aus Not entsteht, sondern in der Schutz, Vertrauen und Mitsprache selbstverständlich sind?

Soll der Text "Struktur des Schweigens" von Pauline Hannah Strassberger Teil des Buches "630 - Stimmen der Gegenwart" werden?

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